Dieses Modell stellt eine absolut vorbildgerechte Nachbildung des Ostbahnhofs bzw. Hauptbahnhofs Ziesar (sprich: „Zi – esar“) dar. Das Vorbild zu diesem Modell wurde als letzter von insgesamt 3 Bahnhöfen in Ziesar gebaut.
Die „Kleinbahn AG Ziesar-Groß Wusterwitz“ (KZG) beschloss am 21. Februar 1914 den Bau einer Verbindung Ziesar- Güsen an der Strecke Berlin- Magdeburg.
Zugleich wurde die Gesellschaft in „Ziesarer Kleinbahn AG“ umbenannt. Bedingt durch die Umstände des I. Weltkrieges, konnten Streckenbau und Inbetriebnahme nur etappenweise erfolgen.
Die gesamte Strecke über 25,6 km Länge war für den Personen-und Güterverkehr am 2. April 1917 verfügbar. Der Bau des stattlichen und attraktiven Empfangsgebäudes, das dieser Modellkonstruktion als Vorbild diente, begann im Februar 1916.
Bereits im November 1916 war es fertiggestellt. Zieht man in Betracht, dass das Ganze mitten im I. Weltkrieg geschah und dass wir es mit einem sehr aufwändigen Bauwerk zu tun haben, muss man eine erstaunlich kurze Bauzeit bestätigen.
In den 90-er Jahren kam dann das Strecken-„Aus“ und es bleibt nur zu hoffen, dass dieses schöne Empfangsgebäude nicht auch das Schicksal vieler seiner Leidensgefährten zu teilen hat und eines Tages der Abrissbirne zum Opfer fällt.
Architektonisch betrachtet, haben wir es mit einem sehr gefälligen und harmonisch gegliederten Baukörper zu tun. Vom Grundsatz her dominiert die preußische Klinkerbauweise in Kreuzverbandmauerung.
In den gesamten Baukörperentwurf sind deutliche Jugendstilelemente, wie die gemauerten Giebelrosetten und die zahlreichen Fledermausgauben eingeflossen und mit höchstem handwerklichen Können ausgeführt worden.
Hinzu kommen noch zahlreiche, ebenfalls gemauerte Fassadenzierelemente. Ein besonderes Bonbon sind die riesigen Bogenfenster im Erdgeschoss mit der reichen Fenstersprossenteilung.
Diese schönen Fenster fanden später leider einen recht schmucklosen Ersatz, der der Gesamtwirkung des Gebäudes einen deutlichen Abbruch tat. Die gewaltige Dachfläche ist reich gegliedert und in aufwändiger Biberschwanz-Kronendeckung eingedeckt.
Im Erdgeschoss waren Dienst-und Warteräume sowie die stattliche „Bahnhofswirtschaft Oskar Meyer“ untergebracht. Im ersten Obergeschoss befanden sich mehrere Wohnungen und im Dachgeschoss waren Fremdenzimmer.
Die anderen Gebäude dieses Ziesarer Bahnhofs haben genau die gleiche architektonische Gestaltung und Bauweise wie das Empfangsgebäude und stammen wahrscheinlich vom Reißbrett ein-und desselben Architekten.
Genau diese harmonische Geschlossenheit macht das Ensemble für den Modelleisenbahner so interessant. Deshalb dürfen sich alle Modelleisenbahner und Modellbaufreunde auf die drei weiteren Komponenten des Bahnhofs Ziesar freuen,
die ich gleichfalls ins Modell umsetzen werde und die ich dann in zwangloser Folge als
Teil II - Nebengebäude (Trockenaborte, Waschhaus, Stallungen, Taubenboden)
Teil III- Güterschuppen
Teil IV – Bw (Werkstatt/Materiallager, 2-ständiger Lokschuppen, Wasserturm – alle 3 Bw-Komponenten zu
einer geschlossenen Einheit harmonisch zusammengebaut)
herausgeben werde.
Das Gebäude kann vielfältig auf der Modellbahnanlage eingesetzt werden und durch eine Reihe alternativer Teile epochengerecht gebaut werden. Die aufwändige und äußerst detaillierte Modellkonstruktion ermöglicht dem Modellbauer den völlig identischen Nachbau des Vorbildes.
Beim Verbauen aller ca. 2000 Teile entsteht ein Supermodell in höchster Detaillierung und absoluter Maßstäblichkeit.
Informationen über das Modell
Maßstab Schwierigkeit Maße ( L | B | H ) cm Teilebögen Teile Artikelnummer Preis
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1:87 ( H0 ) IV 23,0 | 13,8 | 15,7 29 Seiten 1920 1 15 087 MC 49,50 €
1:120 (TT) IV 16,7 | 10,0 | 11,4 18 Seiten 1920 1 15 120 MC 33,00 €
1:160 (N) IV 12,5 | 7,5 | 8,5 13 Seiten 1920 1 15 160 MC 25,50 €
1:220 (Z) IV 9,1 | 5,5 | 6,2 8 Seiten 1920 1 15 220 MC | 18,00 €
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Die Bauanleitung enthält 5 Seiten Text und 3 Seiten Fotos.
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